Brot ist gesund!
Die Ernährungswissenschaftler empfehlen einen hohen Verzehr an Brot und Backwaren. Vor allem Vollkornprodukte enthalten komplexe Kohlenhydrate, die satt machen. Brot und Kleingebäck sind wichtige Lieferanten von pflanzlichem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Darüber hinaus wirkt sich ihr hoher Ballaststoffgehalt positiv auf die Darmfunktion und den Stoffwechsel aus.
Brot und Diät - Die Brotdiät!
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) setzt auf eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Eine ausgewogene Ernährung, bei der Brot und Backwaren ein wichtiger Bestandteil sind, setzt sich zu 55% aus Kohlenhydraten, zu 25-30% aus Fett und zu 15-20% aus Eiweiß zusammen. Erlaubt ist alles, was schmeckt – auch ein Stück Kuchen ist keine Sünde.
- "High Carb statt Low Carb": Ein guter Weg, ein paar Pfunde loszuwerden, ist die Brotdiät, die 1976 von der Universität Gießen entwickelt wurde und von der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung e.V. (GMF) 2002 neu veröffentlicht wurde (Download unter: www.gmf-info.de/brotdiaet.pdf). Die neue Brotdiät ist nach ernährungswissen-schaftlichen Richtlinien zusammengestellt. Sie zielt nicht auf radikale Gewichtsverluste, sondern trägt dazu bei, langfristig falsche Essgewohnheiten zu verbessern und wird gerade deswegen von Ernährungswissenschaftlern empfohlen. Und nicht zu vergessen: Wer abnehmen will, sollte sich bei einer ausgewogenen Diät zusätzlich viel bewegen.
Wohlfühlen - Ballaststoffe aus Brot!
Ballaststoffe - wie der Name schon sagt, früher als Ballast eingestuft - zählen heute zu den wichtigsten Bestandteilen einer gesunden Ernährung. Ballaststoffe werden als "Wohlfühl-Faktor" bezeichnet, denn sie sorgen für eine geregelte Verdauuung und ein gutes Bauchgefühl. Eine ballaststoffreiche Ernährung, d.h. mindestens 30 g pro Tag, senkt nach Aussage des aktuellen Ernährungsberichtes der Deutsche Gesellschaft für Ernährung möglicherweise sogar das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Durch den vermehrten Verzehr an ballaststoffreichen pflanzlichen Lebensmitteln werden nämlich nicht nur die darin enthaltenen Inhaltsstoffe wie langkettige Kohlenhydrate, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aufgenommen, sondern gleichzeitig wird auch weniger Fett verzehrt, was zu positiven Synergieeffekten führt.
Brot, Brötchen und Getreideprodukte sind mit einem Anteil von 42% an der täglichen Ballaststoffzufuhr die wichtigsten Lieferanten des Wohlfühlfaktors Ballaststoffe. Das haben Analysen der Detmolder Bundesanstalt für Getreideforschung ermittelt. Brot und Brötchen haben wesentlich höhere Ballaststoffgehalte als die meisten anderen Lebensmittel. Vollkornbrot- und brötchen beispielsweise enthalten 7 - 9% Ballaststoffe.
Ernährungstipps
Für Magenempfindliche
Für Menschen mit einem empfindlichen Magen eignen sich besonders Weizenmischbrote. Sie sind säurearm und gut bekömmlich.
Verdauungsfördernd
Vollkornbrote und -brötchen sowie Schrotbrot und -brötchen haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Ballststoffe regen die Verdauung an und sorgen gleichzeitig für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.
Konstantes Körpergewicht
Der regelmäßige Verzehr von Vollkornbroten, -brötchen oder Schrotbroten, -brötchen sorgt durch den hohen Ballaststoffgehalt für eine lange Sättigung und hilft z.B. Heißhungerattacken zu vermeiden.
Diabetes Mellitus
Vollkornbrote und -brötchen sowie Schrotbrot und -brötchen helfen den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen und langkettigen Kohlenhydraten (Stärke) sorgt für einen kontinuierlichen Abbau der Kohlenhydrate und eine kontinuierliche Aufnahme von Glukose ins Blut.
Erhöhte Blutfettwerte
Für Menschen, die unter Fettstoffwechselstörungen leiden eignen sich Brote/Brötchen, die pflanzliche Ölsaaten enthalten. Diese sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, z.B. Omega-3-Fettsäuren, die z.B. helfen einen erhöhten Cholsterinspiegel zu senken. In Kombination mit einem hohen Ballaststoffgehalt kann ein zusätzlich senkender Effekt erzielt werden.
Zöliakie
Zöliakiekranke vertragen das glutenhaltige Klebereiweiß von Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer nicht. Zöliakiekranke sind auf glutenfreie Backwaren angewiesen. Ideal eignet sich dafür Buchweizen.
Brote für jeden Geschmack
Weizenmischbrote - Kasseler Brot, Schwarzwälder Brot, Bauernstuten
Weizenmischbrote enthalten weniger Säure und haben ein mildes Aroma. Sie eignen sich besonders als Unterlage für süße Brotaufstriche wie Konfitüren, Honig, u.a. und für mild-aromatische Wurst- und Käsesorten.
Roggenmischbrote/Roggenbrote - Paderborner Landbrot, Heidebrot, Berliner Landbrot haben einen herzhaften, kräftigen Geschmack und schmecken am besten zu einer deftigen Brotzeit.
Vollkornbrötchen, Mehrkornbrötchen, Brötchen mit Ölsaaten
Die Verarbeitung verschiedener Getreidearten und Ölsaaten gibt den Gebäcken einen unverwechselbaren, besonders aromatischen Geschmack. Diese Brötchen eignen sich hervorragend als Beilage für ein Bufett, als kleine abwechslungsreiche Zwischenmahlzeit, zu Salaten und Suppen und belegt mit Wurst und Käse als gesunde Brotzeit.
Baguettes
Baguettes eignen sich hervorragend als Beilage für Salate, Suppen, Geflügel, Fisch, Fondue oder einfach zum Wein. Der intensive und aromatische Geschmack kommt nur in frischem Zustand optimal zur Geltung. Dieser ist auf den hohen Krustenanteil, die Rösche und die lockere Krume zurückzuführen.
Ciabattas
Ciabattas schmecken frisch am besten. Die vielen Geschmacksstoffe, die das vollaromatische Aroma kennzeichnen, werden während der langen Teigruhezeit von ca. 2h gebildet. Ciabattas schmecken sehr gut als Beilage zu Salaten, Suppen, Fisch- und Fleischspeisen oder als kleiner Snack zwischendurch belegt mit Aufschnitt, Salat, u.a.

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