Die EDV hält bereits seit einigen Jahren Einzug in die Backstuben. Mittlerweile gibt es fast jede bewährte Bäckereimaschine und Anlage in einer computergesteuerten Ausführung. So lässt sich nicht nur die Verwiegung der Teigzutaten, sondern auch das Kneten, das Abwiegen, Wirken oder Tourieren der Teige durch Programme steuern. Ebenfalls sind viele Backöfen mit einer EDV-gestützten Steuerung versehen. Der Druck auf den Knopf bestimmt so automatisch, welcher Temperaturverlauf während des Backprozesses eingehalten und wann und wieviel Wasserdampf gegeben wird. Inzwischen haben bedeutende Unternehmen des Zulieferbereichs einen Standard entwickelt, der über geeignete Schnittstellen den Daten-austausch von Systemen unterschiedlicher Hersteller ermöglicht. Dieser Standard wird der Vernetzung von allen Bereichen des Unternehmens neue Impulse geben und neue Möglichkeiten für die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und die Verbesserung der Produktqualität schaffen. Die EDV hilft dabei, Fehler zu vermeiden und erhöht so die Produktionssicherheit. Dadurch werden auch Schwankungen in der Qualität der Backwaren verringert. Außerdem können viele Routinearbeiten schneller ausgeführt werden. Die wichtigste Aufgabe muß der Bäckermeister aber nach wie vor selber ausführen: er muss herausfinden, mit welchen Zu-tatenmengen und welchen Verarbeitungsbedingungen eine neue Mehllieferung oder eine neue Rezeptur zu optimalen Produkten führt. Erst wenn dieses Wissen zur Verfügung steht, kann der Computer damit "gefüttert" werden.

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Interview / Teil 1
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