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Akademie Deutsches Bäckerhandwerk

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Interview

Peter Brinkmann, TV Berlin im Gespräch mit dem Präsidenten Peter Becker (August 2010)

Video Teil 1Interview / Teil 1

Video Teil 2Interview / Teil 2

Das Brötchen zählt zum Kleingebäck, das sich vom Brot allein durch das Gewicht unterscheidet. In Deutschland werden von den handwerklichen Bäckereien mehr als 1.200 verschiedene Kleingebäcke, darunter auch Brötchen täglich gebacken.

Kleingebäcke werden überwiegend aus Weizenmehl hergestellt. Hierbei wird unterschieden zwischen

- Weizenbrötchen mit mindestens 90 % Weizenmehl,
- Weizenmischbrötchen mit mindestens 50 % Weizenmehl und
- Weizenvollkornbrötchen mit mindestens 90 % Weizenvollkornerzeugnisssen.

Bei den roggenhaltigen Kleingebäcken unterscheidet man zwischen

- Roggenbrötchen mit mindestens 50 % Roggenmehl und
- Röggelchen mit mindestens 30% Roggemehl.

Mehrkornbrötchen werden aus mindestens einer Brotgetreideart (Weizen- oder Roggen) sowie aus mindestens einer anderen Getreideart (Hafer, Gerste, Hirse, Mais), insgesamt aus drei oder mehr verschiedenen Getreidearten hergestellt.

Jede Region Deutschlands hat ihre eigenen Spezialitäten. Typisch sind die Hamburger Rundstücke, die Kölner Röggelchen, die Berliner Schrippen oder die Kaisersemmel, die in Bayern sehr verbreitet ist. In den letzten Jahrzehnten haben viele dieser regionalen Besonderheiten ihren Weg in die anderen Landesteile Deutschlands und darüber hinaus gemacht. So kann man z. B. Schwäbische Laugenbrezel heute auch in Hamburg genießen. Kleingebäcke haben einen hohen Krustenanteil. Sie sind deshalb besonders schmackhaft, denn in der Kruste befinden sich besonders viele geschmacksgebende Röststoffe. Beim Ausbundgebäck wird die Oberfläche durch Eindrücken oder Einschneiden noch weiter vergrößert, was zu einem noch intensiveren Geschmack führt.